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Mein Besuch bei „Keisari von Jóreykur“ in Edinburgh, Schottland vom 14.-17.2.2008 Vor ca. 3 Jahren habe ich „meinen kleinen Kaiser“ in scheinbar gute Hände verkauft. Doch leider wurde er bereits nach 3 Jahren weiterverkauft. Hier beginnt diese Geschichte. Ulrike Schwarz aus dem Schwabenland, die nun in North Berwick bei Edinburgh lebt, ist die neue Besitzerin von Keisari. Vor einiger Zeit schrieb sie mir und bat mich um Rat. Doch eine Ferndiagnose war schwierig. Deshalb beschloss ich, selbst nach Schottland zu reisen um mich mit Silfri, so heißt Keisari heute, zu beschäftigen. Erkannt hätte ich ihn nicht wieder, denn er ist fast vollständig weiß geworden.
Keisari lebt nun mit seinem Freund Jarpur auf einem wunderschönen Anwesen, einem Kartoffelhof. Das reinste Paradies, wie ich bei unserem ersten Ausritt durch die Vor-Highlands, den Lammermuir Hills, feststellen konnte. Der Ausritt führte vorbei an riesigen Anwesen,
die für mich wie kleine Schlösser wirkten. Einfach quer durch Felder und Weiden. Fast schon ein bisschen „Island-feeling“. Einfach „Natur pur“. Das schönste am Ausritt war jedoch Silfri. Er lief super. Gutes Temperament und lockere Gänge.
Mein Aufenthalt in Schottland wurde durch eine Stadtrundfahrt in Edinburgh inklusive einer Touristentour im Sightseeing-Bus mit Kopfhörern ergänzt.
Ein bisschen fühlte ich mich wie in eine andere Welt versetzte und konnte nur erahnen, was hier in alten Zeiten für Machtkämpfe ausgetragen wurden.
Wer mich kennt, weiß auch, dass ein Besuch in einer Whiskydestillerie nicht fehlen durfte. Eine Führung durch alle Stationen der Whiskygewinnung von Glenkinchie war sehr spannend. Fast so spannend wie die anschließende Whiskyprobe. Sehr lecker, in allen Varianten und Altersklassen. Hier hätte ich mich noch länger aufhalten können. Jedoch habe ich mich auf den Kauf einiger Kostproben beschränkt.
Natürlich war ich nicht nur zum Vergnügen in Schottland. Am Wochenende hatte sich eine nette Gruppe von Islandpferdereitern auf der beeindruckenden Anlage West Tarf inklusive Ovalbahn und Reithalle in West Linton bei Ruth und Jim eingefunden. Der Reitunterricht fand natürlich in englischer Sprache statt. Das war kein Problem, denn ich hatte mir extra dafür das entsprechende Vokabular angeeignet. Mit Headset, engl. Tea und Shortbread bewaffnet, konnte ich Töltkenntnisse verbessern und alle Reiter ein Stück weiter, auf dem Trainingsweg mit ihren Pferden, bringen. Diese Tage haben mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass es vielleicht im nächsten Jahr mal wieder stattfinden kann.
Ich habe auf jeden Fall noch einmal vor nach Schottland zu reisen. Denn von diesem Land möchte ich mehr sehen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist natürlich der schottische Akzent, aber mit Ulrike und ihrer Tochter Paisy konnte ich mich ja auf deutsch verständigen. Die beiden taten auch alles, damit ich mich trotz einer schweren Grippe rund um wohl fühlen konnte. Vom Nationalgericht „hegges“ bis hin zum allabendlichen Whiskygenuss, blieben keine Wünsche offen. Auch ein kurzer Besuch am Strand von North Berwick und einer alten Ruine dem Tantallon Castle und der klassische Besuch im Pub mit schottischem Lamm, boten mir einen guten Einblick ins schottische Leben.
Vielen dank an Ulrike, Paisy und John!!!
Und natürlich an Keisari, ohne den dieser Kurzurlaub nie zustande gekommen wäre.
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